Chronik

Eine Kurzdarstellung in chronologischer Form.
Die Entwicklung und die Geschehnisse von der Ersterwähnung 1279 bis zur Eingliederung nach Freistett 1971

1279 – In einem Dokument vom 9. September ist ein Stiftlehen in (oder bei) Scherzheim erwähnt. Die Lieferung von Getreide und unter anderem auch von Kapaunen im Reinchen Loche ist dabei angeführt. Es ist die Ersterwähnung von Renchenloch, dem heutigen Meierhof.

1295 – In einer Urkunde vom 23. April 1295 werden die Orte Renchenloch und Querge erwähnt. Dies ist somit die Ersterwähnung von Quergen.

1342 – Memprechshofen wird als Meimbrechtshouen erstmals erwähnt.

1423 – Überfall auf eine Gruppe von Kaufleuten in Renchenloch.

1440 – 14. Juli 1440: Bei der Teilung des lichtenbergischen Territoriums erhält Ludwig V. von Lichtenberg das Amt Lichtenau und wird damit in jener Zeit unser Landesherr.

1492 – In diesem Jahr haben Memprechtshofen, Renchenloch und Quergen zusammen 32 Häuserund 28 Bürger, zusammen etwa 150 Seelen.

1525- Auch Bürger aus Memprechtshofen, Renchenloch und Quergen sind an dem Sturm auf das Schwarzacher Münster beteiligt. Zudem  wird in Renchenloch eine St. Wolfgangs-Kapelle genannt.

1534 – Bau der ersten Renchbrücke.

1564 – Einführung der Reformation in Memprechtshofen.

1600 – Erster Mühlbrief für die Mühle in Memprechtshofen.

1622 – Die Kriegswirren des Dreißigjährigen Krieges werden auch in unserem Gebiet bemerkbar.

1667 – In Memprechtshofen sind noch 15 Hofstätten verödet, so dürfte der Großteil des Dorfes zerstört worden sein.

1675 – 27 Jahre nach Ende des Dreißigjährigen Krieges folgt der Holländische Rachekrieg. Der französische Marschall Turenne lagerte im Juli mit seine Truppen im Wehrhag, sein Gegner General Montecuccoli dagegen in Renchenloch.

1688 – 1697 – Auch während des pfälzischen Erbfolgekriegs hat unser Dorf wiederum viel zu leiden.

1701 – 1713 – Schon 4 Jahre nach dem pfälzischen Erbfolgekrieg folgt der spanische Erbfolgekrieg.

1737 – In diesem Jahr tritt zum ersten Mal das Posthorn als Wappen auf.

1770 – 1771 – Nach den ersten Einwanderungen aus der Schweiz ist nun von ersten Auswanderungen zu berichten. Acht Familien wandern in diesen Jahren nach Ungarn aus.

1787 – Kauf der ersten Feuerspritze.

1790 – Die Gemeinde Memprechtshofen bittet um  Erlaubnis zum Bau einer eigenen Kirche. Dem Bitten wird am 19. Mai 1791 stattgegeben.

1792 – Einweihung der Kirche am 18. Dezember 1792.

1793 – Immer wieder kommt es zu Einquartierungen und dementsprechenden Leistungen der Bürger.

1797 – Nach dem Rheinübergang und der Schlacht bei Diersheim stehen sich die verfeindeten Truppen wieder im Wehrhag und Meierfeld gegenüber.

1802 – Das Dorf hat beim Übergang an Baden 64 Häuser und 372 Einwohner.

1806 – Anlegen der Hanfrötzen im Gewann Schlagfeld.Höhepunkt des Tabakanbaus

1808 – 1813 – Am Feldzug in Spanien sind durch Zugehörigkeit zum Rheinbund auch junge Männer aus dem Hanauerland dabei. So Georg Wahl, so trägt noch heute das Haus seiner Nachfahren den Hausnamen „Spaniers“.

1816 – Nach Baumängeln am Kirchturm wird dieser in der heutigen Ausführung neu errichtet.

1854 – In diesem Jahr ist die Höchstzahl der Auswanderer aus unserem Dorf zu verzeichnen, es verlassen über 97 Personen unser Dorf.

1870 – 1871 – 31 Männer aus unserem Dorf nehmen am Deutsch-Französischen Krieg teil. Es gibt keine Gefallenen und Vermißten.

1879 – Einrichtung einer „kleinen Kinderschule“.

1885 – Höhepunkt des Tabakanbaus in Memprechtshofen.

1887 – Gründung des Gesangvereins.

1892 – Eröffnung der neu errichteten Bahnlinie der Straßburger Straßenbahngesellschaft.

1905 – Bau der ersten Molkerei.

1906 – Am 27. Mai 1906 erfolgt die Einweihung des Kriegerdenkmals 1870/71.

1910 – Einrichtung von elektrischem Strom.

1914 – 1918 – Der Erste Weltkrieg fordert 19 Gefallene aus Memprechtshofen.

1921 – Gründung des Turn- und Sportvereins.

1924 – Einweihung des Gedenksteins für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs auf dem Friedhof.

1930 – Bau der ersten Turnhalle.

1932 – Einstellung des Fangbetriebs am Entenfang.

1936 – Erster Spatenstich der Acher-Rench-Korrektion.

1938 – Beginn der Bunkerbauten auf unserer Gemarkung.

1939 – Am 4. September erfolgte die Evakuierung der älteren Menschen und Mütter mit Kleinkindern in die Kreise Hechingen und Donauwörth.

1940 – Räumung von Memprechtshofen, 64 Familien werden nach Fautenbach und Sasbachried evakuiert.

1944 – Ab Ende 1944 werden auch wir Frontgebiet. Angriffe durch Jabos und Beschuß durch Artillerie nehmen zu. Gegen Ende des Krieges sind 19 Gebäude zum Teil schwer beschädigt.

1945 – 14. April Kampf um den Panzergraben. Es folgen Einquartierungen und Requirierungen.

1949 – Friedrich Weiß (Drahoners Fritz) kommt am 13. April als letzter Kriegsgefangener nach Hause.

1954 – Ausbaggerung des heutigen Baggersees.

1955 – Die ersten Baugrundstücke werden an die heimatvertriebenen Familien aus dem donauschwäbischen Raum verkauft.

1956 – Bau des Farrenstalls – heute Feuerwehrgerätehaus.

1958 – Gründung der Freiwilligen Feuerwehr.

1962 – Bezug der vier landwirtschaftlichen Aussiedlerhöfe im Maiwald.

1966 – Einweihung der neuen Volksschule am 15. Januar 1966.

1971 – Im Rahmen der Kommunalreform gliedert sich die Gemeinde Memprechtshofen am 1. Juli 1971 in die Stadt Freistett ein.